Welche Zahnbürsten sind empfehlenswert?

Schon seit Jahren werden in der Werbeindustrie fast ausschließlich elektrische Zahnbürsten angepriesen, während die herkömmlichen Handzahnbürsten – zumindest hier – immer mehr an Bedeutung zu verlieren scheinen. So wird versprochen, dass die elektrischen Zahnbürsten die Zähne besser reinigen. Aber halten sie auch, was sie versprechen?

Grundsätzliche Unterschiede verschiedener Zahnbürsten im Überblick

Die normale Handzahnbürste hat einen länglichen Bürstenkopf. Dieser Kopf ist entweder steif oder er gibt nach, um zu hohen Druck auf Zahnfleisch und -schmelz zu vermeiden. Zudem gibt es unterschiedliche Stärken der Kunststoffborsten bei unterschiedlichen Profilen. Durch über Kreuz angeordnete sowie gebündelte Borsten können schwer zugängliche Stellen leichter erreicht werden. Weiche Borsten ermöglichen schonendes Zähneputzen, während härtere zwar auch eine gute Reinigungleistung versprechen, doch dabei weniger schonend sind. Gerade bei empfindlichem Zahnfleisch und Zahnhälsen sind hier weichere Zahnbürsten empfehlenswert. Für die Qualität der Reinigung bleibt der Einzelne jedoch immer auch selbst selbst verantwortlich: werden alle Bereiche erreicht und gründlich geputzt, bis die Zähne sauber sind?

Bei elektrischen Zahnbürsten gibt es größere Unterscheidungsmerkmale, wobei wir uns auf die drei gängigsten Funktionsweisen konzentrieren wollen.

Zum einen gibt es solche mit einem runden Bürstenkopf, der rotiert (oder besser gesagt: oszilliert). Daher auch der Name Rotationszahnbürste. Das Prinzip einer solchen Bürste ist es, dass der Kopf lediglich sanft auf die Zähne gedrückt wird und das “Schrubben” somit nicht mehr nötig ist. Viele Modelle sind mit einem Timer ausgestattet, der die optimale Putzzeit angibt. Höherwertige Modelle geben sogar Auskunft über den optimalen Anpressdruck, um Schmelz und Zahnfleisch zu schonen.

Eine weitere Funktionsweise elektrischer Zahnbürsten findet man in Schallzahnbürsten. Diese sind wiederum mit einem länglichen, ovalen Bürstenkopf ausgestattet. Mit einer Frequenz von 250-300 Hertz vibriert der Bürstenkopf, welcher den Zahn durch sanftes Andrücken mechanisch reinigt.

Bei Ultraschallzahnbürsten liegt die Frequenz bei bis zu 1,8 Millionen Schwingungen pro Sekunde (1,8 MHz). Bei diesen Geräten kommt ein Tupfer zum Einsatz, der die Flüssigkeit im Mundraum in Schwingung versetzt. Schaumblasen, die durch eine spezielle Zahnpasta erzeugt werden, werden durch diese Schwingungen zum Platzen gebracht, wodurch die eigentliche Putzleistung erzielt wird. Das heißt, dass hierbei keine mechanische Reinigung stattfindet und so Zähne und Zahnfleisch nicht mechanisch angegriffen werden. Man beschallt hier eine Stelle für etwa 10 Sekunden, indem man die Bürste dort ansetzt und geht dann weiter.

Fazit: Worauf sollte man achten?

Unabhängige Studien konnten belegen, dass die Putzleistung elektrischer Zahnbürsten gegenüber herkömmlichen Zahnbürsten besser ist. Für eine relativ günstige und dennoch sehr effiziente Reinigung bieten sich sowohl Rotations- als auch Schallzahnbürsten an. Ultraschallzahnbürsten reduzieren die mechanische Einwirkung erheblich und empfehlen sich daher für schmerzempfindliche Patienten. Doch es muss dabei auch mehr Zeit fürs Zähneputzen eingeplant werden.

Dennoch darf man bei der Wahl der Zahnbürste nicht vergessen, dass das Putzverhalten jedes Einzelnen den eigentlichen Ausschlag gibt. Denn die Putzleistung ist immer nur dort von Relevanz, wo die Bürste hingeführt wird. Werden schwer zugängliche Stellen nicht geputzt, bringt demzufolge auch die beste Putzleistung an diesen Stellen nichts.

Somit kann man festhalten, dass das eigene Putzverhalten wichtiger als die Wahl der Zahnbürste ist. Denn schwer erreichbare Stellen müssen – egal mit welcher Zahnbürste – erreicht und gründlich gereinigt werden, um Plaque zu entfernen und so Zahnerkrankungen wie Karies und Parodontitis vorzubeugen.

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